Um Kosten zu sparen, haben die Gemeinden Oberriexingen und Sersheim zusammen zwei Schlepper und Zusatzgeräte angeschafft und nutzen die Zubehörgeräte gemeinsam. Die örtliche Nähe von drei Kilometern und die gute Zusammenarbeit beider Nachbarn macht’s möglich.
Gemeinsam geht’s leichter. Das haben die Stadt Oberriexingen und die Gemeinde Sersheim längst erkannt, denn die Zusammenarbeit beider Kommunen ist schon Tradition. “Seit wir Mitte der 60er Jahre im Enztal eine Wasserquelle erschlossen haben, betreuen wir die Wasserversorgung gemeinsam”, erkärt Willi Baur, Bürgermeister von Oberriexingen. Da lag die Idee nahe, gemeinsam Geräte für den Bauhof anzuschaffen. “Es geht heute einfach nicht mehr anders”, betont Willi Baur. Jürgen Schulz, Bürgermeister von Sersheim fügt noch hinzu: “Eine Zusammenarbeit ist dringend angesagt.”
Weil sie die Bestellung bei der Gündelbacher Firma Krumm (Landmaschinen) gemeinsam aufgegeben haben, gab’s ein paar Prozente mehr. Dieter Krumm nahm auch die alten Schlepper, die mehr als 20 Jahre im Einsatz waren, in Zahlung. Insgesamt schlugen dann beide Fahrzeuge und das Zubehör mit 177 000 Euro zu Buche.
Der Steyr-Schlepper von Oberriexingen steht nun unter der Obhut des Bauhofleiters Dieter Krause und hat 96 PS, und Thomas Liebler, Bauhofleiter in Sersheim, freut sich über noch flottere 115 PS.
Die Anschaffungskosten für die Zusatzgeräte, wie eine pneumatische Baumschere und ein Mähwerk, trägt die Kommune Sersheim alleine. Oberriexingen zahlt dann einen Stundenaufwand für die Nutzung des Zubehörs. Auf Anforderung der Bauhofleiter findet wöchentlich ein Treffen mit den Bürgermeistern beider Gemeinden statt, bei dem der Einsatzplan besprochen wird. Erfahrungen haben gezeigt, dass die Koordination von oberster Stelle wichtig für die Zusammenarbeit ist. “Wenn man es nur den Bauhofleitern überlässt, klappt es nicht”, stellt Baur fest.
Entscheidend für das Gelingen von gemeinsamen Anschaffungen sei die örtliche Nähe und ein guter Draht zum Nachbarn. “Momentan planen wir nichts, weil die Kassen leer sind”, bedauert Baur und fügt hinzu, “Neuanschaffungen, die zweckmäßig sind, werden wir künftig wieder gemeinsam beschaffen.”
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